Frei leben, frei denken und frei sterben

Sterbebegleitung

Bestatter lädt österreichische Politik in das 21. Jahrhundert ein

In Deutschland wurden die Grundrechte einmal mehr verteidigt. Das Verfassungsgericht in Karlsruhe sieht ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben. In Österreich engagiert sich die neu gegründete ÖGHL (Österreichische Gesellschaft für ein humanes Lebensende) für dieses Grundrecht, da die Politik dieses Thema nicht einmal diskutiert.

Ein Bestatter und Sterbebegleiter lädt nun die Verantwortlichen ein, einen Tag mit ihm zu verbringen und garantiert danach einen Stimmungswandel.

In Deutschland wurde geurteilt. Die begleitete Sterbehilfe steht seit 26. Februar nicht mehr unter Strafe. Damit folgt das Gericht mehreren Klagen Betroffener, die als Schwerstkranke dieses Recht einforderten. In Österreich sieht es so aus, als würden die Gesetze zu diesem Thema aus einer längst vergangenen Epoche stammen. Freies Sterben ist bei hoher Strafe verboten. Damit natürlich auch die Sterbehilfe in jedweder Form. Entschließen sich nun Menschen aufgrund unfassbarer Schmerzen und/oder einem Leidensweg, der am Ende mit dem Tode endet, für den Freitod ins benachbarte Ausland zu fahren, müssen sie das allein tun. Denn die Begleitung durch Angehörige ist bereits Beihilfe zum Selbstmord und wird damit entsprechend unter Strafe gestellt.

Bestatter und Sterbebegleiter Jörg Bauer nimmt nun das aktuelle Urteil zum Anlass, dieses wichtige Thema in die Mitte der Gesellschaft zu rücken. „In Österreich sagt man uns einen seltsamen Umgang mit dem Tod nach. Dem möchte ich beim Thema Sterbehilfe auf jeden Fall recht geben. Die Gesetze wurden offensichtlich von Menschen gemacht, die weder mit dem Sterbeprozess selbst, noch mit den vielen leidvollen Krankheitsbildern zu tun hatten. Diese Menschen möchte ich hiermit einladen. Ich nehme Sie gerne mit in eine andere Welt. Ein Tag im Hospiz sollte ausreichen, um deren Weltbild zumindest etwas realer zu machen.“

Ein bekennender Gegner der Sterbehilfe ist die „Aktion Leben in Österreich“. Der Verein versteht sich als „Lebensschutzbewegung“ und argumentiert damit, dass sich Betroffene unter Druck gesetzt sehen und ihr Leben aus ökonomischen Gründen oder um niemandem zur Last zu fallen vorzeitig beenden könnten.

„Ich habe täglich mit sterbenden Menschen zu tun. Die wenigsten davon würden ihrem Leben selbst ein Ende setzen. Um die Sache in ein richtiges Verhältnis zu bringen, in der Schweiz starben 2017 66 971 Menschen. Im selben Jahr waren laut statista research departement 1009 begleitete Suizide zu verzeichnen. In der Schweiz gab es noch nie gesetzliche Regelungen zur Sterbehilfe und nach vielen Jahren der Praxis kann bei diesen Zahlen wohl kaum von einem Run gesprochen werden. Aber wir leben in einer Gesellschaft, in der Meinungen sprießen. Dabei haben wir alle eine extrem fragmentierte Weltsicht und jede Meinung kann nur falsch sein. Es wird Zeit, dass wir Respekt vor dem einzelnen Individuum haben. Es gilt die Wünsche Einzelner zu berücksichtigen. Ich möchte jedenfalls für mich selbst entscheiden können, wann und wo ich meinen letzten Atemzug in dieser Welt nehme.“

Menschen, die meinen, Sie wissen was das Beste für andere ist, ladet Lichtblick nun ein, zu einer Führung durch die Welt der Sterbenden und der Toten. Wer das Gespräch an diesen Orten sucht, wird es finden. Interessierte Meinungsbildner, Berufsmoralisten und politisch Verantwortliche sind willkommen.

Terminvereinbarung unter: kontakt@lichtblick.rip

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