Das Lichtblick Team

Wenn der Beruf zur Berufung wird

Hinter Lichtblick steht ein Team aus Menschen, die mit Herz, Verstand und Hingabe begleiten. Wir sind keine Fremden, sondern einfühlsame Weggefährten in einer besonderen Zeit. Jede von uns bringt seine eigene Stärken mit – gemeinsam schaffen wir Raum für echte Abschiede und heilende Begegnungen.

Jörg Bauer

Jörg Bauer

Geschäftsführung, Beratung, Zeremonienleitung, Trauerredner (Lebensredner) und Kapitän

Der Tod (Sterbeprozess) war immer schon mein Begleiter weil meine erste Begegnung mit dem Tod eine sanfte und positive Erfahrung war. Meine liebste Großmutter, bei der ich auch einen Teil meiner Kindheit in Obhut war, verstarb sanft und selbst gewollt in meinen Armen. Nach dem Tod ihres Lebensgefährten sah sie ihre Aufgabe als erfüllt an und entschloss sich auch selbst zu gehen. Nur einige Tage nach diesem Entschluss, an dem sie noch rüstig und gesund schien, stieg ihr Zuckerspiegel trotz Insulin an und nach 10 Tagen entschlief sie sanft in meinen Armen. Da wurde mir zum ersten Mal bewusst, dass es für jeden von uns ein Zeitfenster gibt loszulassen und sanft zu entschlafen.

Als ich 24 war, verstarb mein Vater. Er klammerte sich trotz unheilbarer Krankheit und unfassbarer Schmerzen am Leben fest. Durch seine Sonderklasse-Versicherung bestärkt waren die Ärzte bereit, jede auch noch so unerforschte Therapiemethode zu testen. Er starb einen langen und schmerzhaften Tod.
Meine Mutter verstarb Jahre später an Brustkrebs. Sie sparte mit Behandlungen und erhielt sich ihre Lebensqualität. Vor allem aber befasste sie sich in den Jahren davor mit der Sterblichkeit des Leibes und verlangte, als sie sah, dass es keine mögliche Behandlung mehr gab, nach der Palliativ Station. Dort wartete ein Team von Engeln, deren einziges Bestreben es war, ihre Schmerzen zu lindern und ihr eine gute Zeit und einen bewussten und damit würdigen Sterbeprozess zu ermöglichen.

All diese Erlebnisse gaben den Ausschlag für die Gründung der Trauerplattform ASPETOS; die eine Hilfestellung für Angehörige bieten sollte. Das Angebot wurde so gut angenommen, dass wir überwältigt waren. Heute wird das Portal von 600 000 ÖsterreicherInnen monatlich aufgesucht um Trauerarbeit zu leisten und sich mit anderen in der selben Situation zu vernetzen. Dort durfte ich hunderte Trauernder kennen lernen und begann die Trauer zu studieren. Dieses Studium führte mich zu dem heutigen Konzept. Den Menschen ein gesundes Verhältnis und einen gesunden Umgang mit Trauer, Tod und Sterben zu ermöglichen.

Auch mein Team ist sehr bewusst und zu 100 Prozent für unsere Kunden da. Empathie und Nächstenliebe sind Grundvoraussetzung bei der Auswahl unseres Personals.

Direkt unter: 0676 603 24 12

Charlie de Groot

Charlie de Groot

Beratung, Büroleitung St. Pölten, Gesellschafterin

Mein Leben war sehr bewegt und ich durfte viele Kontinente auf Mutter Erde besuchen. Die letzten 38 Jahre verbrachte ich mit meiner Familie in Holland.
 
Ich bin diplomierte Aromatherapeutin, Heilmasseurin, Inneres Kind Therapeutin und Reiki Meisterin und habe mein Leben damit zugebracht, für andere Menschen da zu sein und ihre Leiden zu lindern.
 
Ich bin so froh, dass ich meine Lebenserfahrung nun dort einsetzen darf, wo die Dinge sich scheiden. Wo das Leben scheinbar endet und doch ist es nur eine Transformation. Denn das Leben ist ewig und erweist sich immer wieder neu

Ich freue mich bei Ihrer Bestattung Krems eine echte Alternative für Ihre Familie zu sein.

Jasmin Bauer

Jasmin Bauer

Geschäftsführung, Beratung, Arrangeurin

In den letzten vier Jahren habe ich den Beruf der Metalltechnikerin erlernt und mit gutem Erfolg abgeschlossen, nachdem ich drei Jahre die Kunstschule in Wien besucht habe. Derzeit widme ich mich jedoch ganz unserem Familienbetrieb. Meine künstlerische Erfahrung nutze ich nun, um für unsere Kunden die schönsten Abschiede zu gestalten.

Außerdem bin ich eine gute Zuhörerin und versuche im Kundengespräch aufmerksam und mitfühlend auf Ihre Bedürfnisse einzugehen.

Alexandra Poszert

Alexandra Poszert

Büroleitung, Krisenmanagerin

Natalie Obernigg

Gesang, Künstlerische Leitung, Gesellschafterin

Das Leben ist ein Abenteuer. Und es ist spannend. Jeden Tag kann alles passieren. Ich weiß nie, was mich am nächsten Tag erwartet. Als ich begann, die Welt so zu sehen, änderte sich für mich alles. Aber mein Lebensweg begann nicht so. Zuerst musste ich viele Prüfungen bestehen, die meinen Blick bis heute geschärft haben.

Meine erste Prüfung habe ich mir selbst auferlegt. In ganz jungen Jahren entwickelte ich ein so genanntes Krankheitsbild, das in der Medizin Anorexia Nervosa heißt. Kurz gesagt, ich hörte auf zu essen. Das war auch für meine Eltern eine Prüfung und dauerte 5 Jahre an. Gegen ende wog ich gerade mal 35 Kilo bei einer Größe von 172 cm. Durch die Hilfe meiner Eltern und durch ihr Verständnis für die Sache durchtauchte ich dieses Abenteuer und begann schließlich wieder zu essen und damit nahm ich auch wieder zu.

Bereits meine zweite große Prüfung hatte mit dem Tod zu tun. Mein Vater starb, als ich noch sehr jung war. Meine Eltern waren da schon geschieden und ich war die einzige echte Bezugsperson für ihn. Sein Krankheitsverlauf war ein Abenteuer an sich.

Sechs Schlaganfälle und vier Herzinfarkte konnten ihn nicht aus der Bahn werfen. Für mich bedeutete das immer wieder viele Krankenhausbesuche und meinen Kampf gegen seine undisziplinierte Lebensführung. Da konnte ich noch nicht ahnen, dass diese Begebenheiten keineswegs sein Ableben begründeten.


Mein Vater sagte aber sehr oft zu mir „Spozl, wenn ich mal auf Hilfe angewiesen bin, dann darfst du mir nicht böse sein, denn dann gebe ich auf. Denn vor dem Hin werden hab ich keine Angst.“. Und so kam es dann. Er erlitt einen Beckenbruch, der nicht mehr ausheilen würde und er wäre für den Rest seines Lebens ein Pflegefall geworden. Er entschied sich zu gehen und drei Wochen später war es dann soweit. Er ging einfach so und ich war nicht bei ihm. Doch ließ ich es mir nicht nehmen, mich von seinem Leichnam zu verabschieden. Davon zehre ich bis heute, weshalb ich unseren Kunden immer einen letzten Blick empfehle.


Meine größte Prüfung war jedoch die Krebserkrankung meines Sohnes. Als er drei Jahre alt war, kam die erschütternde Diagnose „Leukämie“. Es begann zuerst eine Zeit des Bangens. Doch ich hatte keine Zeit zu hadern. Denn die Stärke meines Kindes verlieh mir ungeahnte Kräfte. Wir traten als Team an, um dem Krebs den Garaus zu machen. Das St. Anna Kinderspital war unser zweites Zuhause. In dieser Zeit durfte ich viel über das Leben lernen. Von meinem Sohn und vielen anderen Kindern, von denen heute einige nicht mehr auf Mutter Erde leben. Eine Zeit der Bewusstwerdung. Heute habe ich zwei gesunde Kinder. Wir haben überlebt.


Meine Erfahrungen stelle ich heute in den Dienst der Menschen, die sich wie ich damals, in einer Ausnahmesituation befinden. Am Besten kann ich das innerhalb unseres Institutes umsetzen. Unsere Kunden erwarten von mir Einfühlungsvermögen und Mitgefühl. Sie erwarten von mir Einsatz in ihrer Sache und einen wunderbaren Abschied von geliebten Angehörigen. Das ich dafür die notwendigen Voraussetzungen habe, verdanke ich meinen eigenen Lebenserfahrungen und nicht zuletzt meinem Sohn Dario.


Direkt unter: 0676 603 24 12

Tamara Eisinger

Tamara Eisinger

Leitung Außendienst

Über Lichtblick

Das Projekt beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Sterbeprozess und den Bestattungsgepflogenheiten in unserer Gesellschaft. In keinem anderen Kulturkreis werden diese Themen so weit an den Rand gedrängt, wie in der westlichen Welt. Auch in Österreich wird der Tod erst wahr genommen, wenn er bereits vor der Tür steht. Und obwohl man uns ÖsterreicherInnen einen zwanglosen Umgang mit dem Tod unterstellt, ist dem nicht so.

In meinen sechs Jahren Forschung in diesem Bereich musste ich feststellen, dass es dringenden Handlungsbedarf innerhalb der Sterbe- und Trauerbegleitung (die ich im weiteren Kontext einfach Lebensbegleitung nennen werde) gibt. Doch um über ein Thema zu sprechen, muss man auch ganz tief eintauchen. Aus diesem Grund gründete ich die Lichtblick GmbH und den gemeinnützigen Verein Lichtblick. Es ist meine Auffassung, dass wir als Gesellschaft nur dann weiter kommen, wenn wir nicht alles was wir tun dem Kapital unterstellen. Eine gesunde Seele ist abhängig von den ureigensten Bedürfnissen. Für einander da sein (auch wenn die Vergangenheit der Menschheit insgesamt anderes vermuten ließe) und unserer Kreativität Raum geben.

Unser Bestattungshaus geht neue Wege. Reduktion auf das Wesentliche und Fokusierung des Lebens. Ich möchte nah an den Menschen arbeiten und das gewonnene Kapital in einen Kreislauf einbringen. Ein Kreislauf der Nächstenliebe. Ich gehe sogar soweit, dass ich behaupte, es wird die Einstellung derer, die sich auf uns einlassen, ein Stück weit verändern, indem sich deren Wahrnehmung verändert.

Bestattung

Das Unternehmen soll zwar Gewinnbringend arbeiten, allerdings ist das nicht das einzige oder vorrangige Ziel. Wir setzen uns mit dem Thema ganzheitlich auseinander. Die Lebenden stehen dabei im Vordergrund. Die Zeremonien, Rituale und Workshops, die wir anbieten, sollen das Loslassen erleichtern. Dabei gehen wir unkonventionell vor um letzte Wünsche zu erfüllen, schaffen neue Wege der Verabschiedung und treten an um überalterte Gesetze wie den Friedhof-Zwang endlich zu beseitigen.

Außerdem stehen wir für eine Reduktion. Die Beerdigungskosten sind in den letzten Jahren explodiert. Eine würdige Verabschiedung sollte aber für alle Menschen möglich sein, egal wie groß die Geldbörse ist. Durch Ideenreichtum und die Rückbesinnung auf die kleinen und schönen Dinge des Lebens möchten wir aufzeigen, welche Möglichkeiten es bereits heute gibt, um dies zu bewerkstelligen.

Für uns ist das letzte Geleit ein wichtiges Ereignis. In unserer Wahrnehmung handelt es sich um eine Transformation. Wir sterben um zu leben. Dem entspreche ich und möchte meine Gedanken mit anderen teilen. Ich begleite jede Familie wie meine eigene und versuche Halt und Kraft zu geben. Der Beruf ist für mich nach 6 Jahren in der Trauerbegleitung längst Berufung.

Lebensbegleitung

Seit 2016 darf ich auch Menschen kurz bevor sie heimgehen, auf ihrem Weg begleiten. Ich bin ehrenamtlich im Hospiz Rosenheim tätig und absolviere gerade ein Seminar im Kardinal König Haus in Wien. Der Schritt in diese Tätigkeit war der Beste meines Lebens. Noch nie habe ich so ehrliche Gespräche geführt und noch nie habe ich soviel Bewusstheit gespürt. Menschen am Ende ihrer Tage sprechen Klartext. Kein Platz für Smalltalk oder Plattitüden. Die Hospiz BewohnerInnen haben noch soviel zu geben. Gespannt lausche ich jeder ihrer Geschichten und dort wo es gewünscht wird, helfe ich durch sanfte Worte und spende Wärme und Liebe.

Innerhalb meines Unternehmens spielt die Lebensbegleitung eine große Rolle. Dabei werde ich von einem engagierte Team unterstützt. Unsere Aufgabe sehen wir darin, Leiden zu lindern, egal ob körperlicher oder seelischer Natur. Das erreichen wir mit sanften Methoden wie Klangschalen- , Aroma-, Musik- und Gesprächstherapie. Innerhalb von „LichtBlick“ organisieren wir uns selbst und leisten Trauer- und Sterbebegleitung ohne nach Geld zu fragen. Die Begleitung von Menschen in schwierigen Situationen soll nicht monetär getragen sein, sondern auf liebevoller, menschlicher Ebene existieren. Die Menschen geben, wozu sie in der Lage sind. Wir werden nicht darauf achten, wer was gibt, um urteils- und wertungsfrei unsere Aufgabe erfüllen zu können. In dem Vertrauen, dass der Erhalt des Projektes zu jedem Zeitpunkt finanziert sein wird.

Gemeinnutzen

Wir möchten uns vor allem im Bereich Hospize und Palleativmedizin engagieren. Durch unsere Tätigkeit sehen wir täglich die Differenz zwischen Bedarf und Angebot. Und da es heute immer ums Geld geht, wird sich an dieser Differenz nur etwas ändern, wenn wir als Gesellschaft Verantwortung füreinander übernehmen.

Unsere Organisation wird sich daher finanziell und mit Tatkraft dafür einsetzen, dass noch mehr Menschen entdecken, wie erfüllend es ist sich um andere Menschen zu kümmern. Ich bin so dankbar und voll Demut dem Leben gegenüber, erfüllt es sich doch jeden Tag aufs neue Selbst. Diese Gefühle, diese Energie die bei der Arbeit entsteht möchte ich niemandem vorenthalten. Deshalb wird eine meiner Tätigkeiten die Einladung zu Vorträgen sein, in denen ich von den vielen Erlebnissen erzählen werde. Ich bin sicher einige Menschen beflügeln zu können. Es ist in unser aller Interesse, dass wir bei unserer abermaligen Transformation die selbe Liebe und Betreuung finden wie bei unserer ersten, der Geburt in diese Welt. Und solange auf diesem Planeten alles farbigem Papier unterworfen wird, kann diese Aufgabe nur durch Gemeinnützigkeit und das Ehrenamt bewerkstelligt werden.

bauer@lichtblick.rip

Immer mehr zu werden, was ich bin, das ist mein einziger Wille.